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Denis & Emmanuel ROBERT & Sébastien PRADAL - GAEC du Mas d'Intras
F-07400 Valvignères -
Tél.+33(0)4 75 52 75 36 - Fax+33(0)4 75 52 51 62
Kontakt: Werner THIEM – Tel
09293/8326 Fax 932303 - 0170/5338951
Johann-Winkel 5 - D-95180 BERG-UNTERTIEFENGRÜN - Email

UMWELT UND NATURSCHUTZ IM WEINBERG

Unsere Arbeitsphilosophie
Aktualisiert am 20. Februar 2009

Unsere konkreten Schritte für eine bessere Umwelt.
Warum eine Umstellung auf "Biowein" am 01.09.2009?
Welchen Einfluss hat das auf die Qualität unserer Weine?

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Dieser Text erklärt unsere Arbeitsphilosophie und unsere Aktivitäten für einen schonenden und respektvollen Umgang mit der Umwelt. Dieser Weg ist nicht besser oder schlechter als ein anderer, er ist einfach nur unserer. Es ist unser Wunsch, eine Arbeit zu leisten, die die Umwelt schont und die unseren Planeten nicht schädigt, Auf "Bio" umzustellen heißt aus unserer Sicht dafür zu sorgen, dass die Umwelt und der Weintrinker von einem besseren Wein profitieren.

Begrünung und Pflügen der Weinberge:

Seit den 60er Jahren werden die meisten Weinberge in Europa zu 100% mit Herbiziden bespritzt. Das Gras wird mit Chemikalien begossen, um es absterben zu lassen. Dieses Verfahren überwiegt in Frankreich heute noch.

Im Herbst 1998 wollten wir die Erosion verhindern, und einen ersten Schritt für einen schonenden Umgang mit der Umwelt gehen. Wir haben damals jede Reihe unserer Weinberge begrünt (wir haben Gras gesät).

Im Frühjahr 2005 haben wir diese Methode verfeinert, und haben jede zweite Reihe gepflügt. Dadurch kann das Regenwasser dort besser in den Boden sickern und die noch begrünte Reihe verhindert die Erosion.

Letztendlich haben wir 2005 eine Maschine gekauft, die den Boden unter den Rebstöcken pflügt. Sie ermöglicht es uns, zu 100% auf Herbizide in unseren Weinbergen zu verzichten, die älter als 4 Jahre sind. Ab 1. September 2009 werden auch die jüngeren Weinberge 100% herbizidfrei behandelt werden.

Der Pflanzenschutz:

Schon vor 20 Jahren haben wir eine Maschine "zusammengebastelt", die im Frühjahr, sobald die Reben gewachsen sind, einen Teil der Behandlungsmittel recycelt. Aber diese Maschine können wir nur im Frühjahr nutzen, wenn die Triebe noch kurz sind.

Im 2007 war unsere Priorität in eine Maschine zu investieren, die es uns ermöglicht, die ganze Saison über präzise und mit geringeren Mengen an Behandlungsmitteln zu spritzen (siehe Foto).

Seit langem versuchen wir bei dem Pflanzenschutz so gut wie möglich auf die Umwelt zu achten. Ein Bio-Winzer darf nur Schwefel und Kupfer verwenden, was im Endeffekt aber auch nicht richtig "bio" ist. Es ist der Hauptgrund, warum wir mit der Bioumstellung so lange gezögert haben.

Dank dem Einsatz dieser modernen und effektiven Maschine, die es uns ermöglichen, die verwendeten Mengen an Schwefel und Kupfer zu mindern, fühlen wir uns bereit für eine offizielle Umstellung auf "Biowein" ab 1. September 2009.

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Düngung der Weinberge:

Der Dünger, der dem Boden beigebracht wird, ist die Basis von Allem. Ein gesunder Boden ernährt die Rebe besser, sie ist resistenter, kämpft selber besser gegen viele Krankheiten und braucht dadurch weniger gespritzt zu werden.

Was ist an einem Wein "Bio"?

Es gibt keine richtige "Bio"-Bezeichnung für einen Wein. Er muss einfach aus biologisch bewirtschafteten Weinbergen stammen und den allgemeinen Weinvorschriften entsprechen, bis auf ein paar Besonderheiten, die aus meiner Sicht keine große Bedeutung haben

Wenn man die Vorschriften für Biowein liest, stellt man fest, dass unsere Weine den Anforderungen schon lange entsprechen.

Das Vertrauen in den Winzer ist sehr wichtig, aber die offizielle Anerkennung eines Bioweins ist die einzige Garantie für denjenigen, der den Produzenten nicht kennt.

Viele "klassische" Weine kommen mit Hilfe von einigen offiziell anerkannten Kunstgriffen zu Stande. Sie werden korrigiert, künstlich ausgeglichen, manchmal sogar dekonstruiert und wieder zusammengesetzt, und sind deshalb nach meiner Sicht verfälscht. Dies ist z.B. der Fall bei einigen "Marketingweinen" aus der neuen Welt. Diese industriell gefertigten Weinen probiere ich für meine Gesamtbildung, aber es sind Weine, die für mich keine Seele haben.

Erst auf die Traube achten, dann auf dem Wein.

Wenn wir entscheiden ein Feld zu ernten, haben wir die Trauben schon innerhalb mehrerer Wochen probiert und durch unseren Weinprüfer im Labor analysieren lassen. Wir wissen genau, warum und wann geerntet werden soll.
Aus der Traube wird ein ehrlicher Wein gemacht mit dem Gleichgewicht, den er am Tag der Ernte hatte. Weinsäure haben wir nie zugesetzt und Traubenzucker ausnahmsweise nur in einigen 1993er und 2002er Jahrgängen, was übrigens bei Biowein auch erlaubt ist.
Schwefel (Sulfite) wird bei uns so wenig wie möglich zugesetzt. Dementsprechend müssen wir einfach sauber arbeiten und regelmäßig analysieren. Ein Maximum darf sein, ein Minimum muss sein, das Minimum ist bei uns die freiwillige Obergrenze...
Ascorbinsäure, Gummiarabikum, Zitronensäure, die in fast jeden Wein bei der Flaschenabfüllung zugesetzt werden, haben wir auch seit 1999 absolut gestrichen.

Um die Qualität unserer Rotweine zu schonen, filtrieren wir sie nicht mehr. Deswegen können sich mit der Zeit leichte natürliche Ablagerungen von Farbpigmenten und Hefe bilden.

Aus all diesen Gründen können wir sagen, dass sich unsere Weine nach 2009 gar nicht verändern werden. Unsere Verfahren im Keller sind schon seit über 10 Jahren an Biowein angepasst.

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Was machen wir noch zusätzlich?

Mit der Umwelt freundlich umzugehen ist eine Sache des Gewissens, der Überlegung und der Beobachtung. Überall da, wo man etwas an seinen Gewohnheiten ändern kann, sollte man es tun. Klar, man kann nicht alles auf einmal ändern: es kostet ja alles Geld. Aber Schritt für Schritt geht's auch!

Tanks - solar geheizt:

In kalten Jahrgängen muss man die Trauben vor der Gärung ein bisschen anwärmen. Für die Apfelmilchsäuregärung (die zweite Gärung des Weines) muss man in der Regel die Temperatur des Weines bei 20/25°C halten. Das braucht unheimlich viel Energie von Oktober bis Januar.
2003 haben wir eine Verbindung zwischen der Solaranlage unseres privaten Hauses und dem Keller hergestellt. Dies hat uns ermöglicht, unseren alten Gasfresser (Heizgerät für Wein) und unsere 3 elektrische Resistenzen (gesamt 4500 Watt) abzubauen und in den Dachboden auszulagern. Kein Strom und kein Gas werden zum Heizen der Trauben und der Weine mehr gebraucht, die Sonne bringt diese energieintensive Leistung alleine auf.
Außerdem ist es eine große Freude für den Winzer, diese lauwarme Solar-Energie zu fühlen, die den Wein sanft liebkost.

Leichte Flaschen:

Unsere Flaschen sind viel leichter als die üblichen Flaschen... unsere Flasche "Feder" wiegt 300g, während die Flasche "Tradition", die meistverwendete, 550 Gramm wiegt.
Die aktuelle Tendenz geht leider zu immer schwereren Flaschen, währenddessen ermöglichen es die modernen Produktionsverfahren, immer leichtere Flaschen zu produzieren, die stabil genug sind.
In meinem relativ kleinen Lieferwagen mit Anhänger passen bei einem Ladegewicht von 3,5 Tonen (6 Tonnen Gesamtgewicht), 3330 von unseren vollen Flaschen a 300 Gramm oder nur 2690 "Tradition". 640 Flaschen mehr in einer einzigen Ladung mit demselben Spritverbrauch! Und für die 3330 Flaschen hat man 825 kg Glas weniger produzieren müssen!!!
Dadurch spart jährlich selbst ein kleiner Familienbetrieb wie unserer die Produktion von mehr als 30 Tonnen Glas!!!
Stellen Sie sich vor, welche Energie aufgewendet werden muss, um die Flaschen herzustellen und dazu noch um sie zu transportieren. Leider zählt so eine umweltschonende Überlegung bei der Anerkennung als "Biowinzer" nicht. Schade! Wenn alle das machen würden…!!!

Die Wiederverwertung der Flaschen:

Die Rücknahme der leeren Flaschen würde voraussetzen, dass wir sie wieder mit einem LKW - auf der ganzen Welt - sammeln und zu uns transportieren. Darüberhinaus bräuchten wir zur Reinigung ein Desinfektionsmittel, das die Umwelt zusätzlich belasten würde (ohne Gewähr dass nicht eine Spur des Mittels in der Flasche zurückbleibt). Oder kochendes Wasser, was auch wieder Energie kostet und besondere Maschinen braucht, die auch hergestellt werden müssen...
Ich denke dass es sinnvoller ist, diese ganze Energie zu verwenden, um die Flaschen "vor Ort" - oder in der Region - einzusammeln und wieder zu verwerten. Die hohe Hitze (erhitzen durch Herstellung der neuen Flasche) ist die einzige Garantie, dass die Flasche steril ist.

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Verwendung von Naturkorken:

Wir verwenden Korken aus Naturkork. Sie sind sehr teuer, aber sie respektieren die Philosophie des Weines, und unterstützten ausserdem die nötige Unterhaltung der portugiesischen Wälder und schützen damit die Umwelt vor der noch schlimmeren Verschmutzung durch Plastikkorken.

Der WWF (World Wildlife Fund) hat 2002 und 2006 einen Aufruf an alle Winzer der Welt gemacht, die Verwendung von Naturkorken vorzuziehen. Seit der Verwendung von Plastikkorken verschwinden (u.a. durch Feuer) große naturbelassene Produktionsgebiete von Naturkork, die reich an seltener Fauna und große Arbeitsquellen sind.

Wiederverwendung der Weinkartons:

Geben Sie uns die leeren Weinkisten zurück, sauber und unbeschädigt: wir verwenden sie wieder!

Verwendung der offenen Verkehrmitteln:

Für unsere Lieferungstouren bis nach Dänemark müssen wir sehr viel Diesel tanken, aber nach und nach reduzieren wir unseren Verbrauch dank des Schnellzugs. Mein alter VW-LT steht jetzt viel in Paris, und der Sprinter steht immer in Deutschland. Ich erreiche diese Autos mit dem TGV. Der Wein wiederum erreicht unsere beiden Lager per Sammellieferungen mit LKWs, was wesentlich mehr Energie spart.

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Sie sind nicht einverstanden, haben vielleicht eine andere Meinung, oder Vorschläge? Dann schreiben Sie mir bitte! Ich freue mich auf jede Anregung und antworte persönlich. Denis ROBERT

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Unser seit 1998 begrünter Weinberg

Die Pflugmaschine "Tournesol"

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Die moderne Spritzmaschine

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