Die
Trauben sind reif, die
Analyse der gesammelten Beeren hat es bestätigt, jetzt
wird geerntet! Sébastien hat die Weinleser bestellt (für
die wenige Felder, die mit der Hand geerntet werden) oder die
Erntemaschine reserviert (für die meisten Felder).



Die
manuelle Ernte ist kompliziert, weil das Team gerne täglich
beschäftigt wäre. Nun ist es aber unmöglich,
mehr als 2 bis 3 Tage im Vorraus zu wissen, wann und was geerntet
wird: es sind die Analysen der Beeren und die Beobachtung des
Wetters, die es steuern. Zwei oder drei Tage Mistral (Nordwind)
mit Sonne, und das Datum wird um mehrere Tage vorgerückt.
Einige Tage bedecktes Wetter, und die Reifung ist gestoppt...
man muss das Team abbestellen.




Die
Erntemaschine bringt im Gegenteil viel Flexibilität, weil
sie keine Launen hat, und sehr schnell erntet. Man muss sich
nur am Tag vor der Ernte versichern, dass keiner unserer Kollegen
und Mitbesitzer sie braucht, dann kann man immer zum passenden
Zeitpunkt ernten.
Wir
besitzen die Erntemaschine zu fünft: 4 Kollegen von der
Winzergenossenschaft, und wir als selbstständiges Weingut.
Seit 1987 tauschen wir unsere Erntemaschine ca. alle 7 bis 9
Jahre aus, was es uns ermöglicht, eine Maschine mit der
neuesten Technologie zu haben, ohne dass es mehr kostet (der
Wert der Alten zahlt den größten Teil der neuen Maschine
ab). Seit 1987 haben wir uns für die Marke Braud-New-Holland
entschieden, weil sie die beste ist. Seitdem sind wir bei unserer
vierten "Blauen"!
Die aktuelle Maschine schadet viel weniger den Weinstöcken
und macht keine für den Winterschnitt notwendigen Triebe
mehr kaputt. Sie entfernt die losen Blätter zu 99%, bevor
sie zu
den Trauben gemischt werden, und erntet zweimal so schnell wie
die vorherige Maschine, was in regnerischen Jahrgängen
eine große qualitative Rolle spielt.
Dies erlaubt es uns immer zum optimalen Zeitpunkt zu ernten,
und uns z.B. am Vortag eines Gewitters schnell anzupassen.
Funktionieren
der Erntemaschine
- sie fährt über die Reihe (über die
Rebstöcke), und rüttelt sie mit ihren 2
x 5 "Rüttelstöcken", haargenau
an die Rebsorte, die Breite der Reihe, die Reife und die spezifische
klimatische Kondition des Jahrgangs angepasst (z.B. Trockenheit
= Beeren die fester an dem Stil fixiert sind, Regen = Beeren
die zu leicht runterfallen).
Die Beere fällt runter, der Stil bleibt
am Stock hängen.




-
die Beeren fallen in die Maschine hinein, in eine Kette
von kleinen Körben, die sich genauso schnell nach hinten
bewegen, wie die Maschine nach vorne fährt.
Jedes Körbchen füllt sich, taucht gefüllt hinter
der Maschine oben auf, dreht sich auf den Kopf und leert
sich in einen weiteren Teil der Maschine. Die Kette
läuft weiter und jedes Körbchen geht wieder leer nach
unten und nach vorne, mit der gleichen Geschwindigkeit, wie
die Maschine fährt.





-
die geernteten Beeren werden von zwei Rollteppichen zu den zwei
großen Behältern links und rechts von der Maschine
geführt.




-
wenn die zwei großen Behälter voll sind, wird die
Maschine am Ende der Reihe gestoppt und die Behälter werden
in unsere zwei großen Anhänger aus Edelstahl entleert.





-
Die geernteten Beeren werden dann zum Keller transportiert.
Die
Ernte mit der Maschine ist bequemer als mit der Hand. Es werden
nur vier aktive Personen gebraucht: der Fahrer der Maschine,
die Fahrer der zwei Anhänger, und eine Person die die Trauben
im Keller in Empfang nimmt. Eine fünfte Person sorgt für
die Einstellung der Maschine bei jedem neuen Feld... die anderen
sind nur Zuschauer, wie hier Opa Alphonse mit unserem Nachbarn
Sylvain ;-)




-
Folge: der Transport
der Beeren zum Weinkeller.